PORTUGAL VS SPANIEN

Man hört ja immer wieder, dass sich die Spanier und Portugiesen nicht so ganz grün sind, und das nicht nur wenn’s um Fußball geht (dort aber ganz besonders). Woher kommt das? Diese Anspannung hat vor allem historische Gründe. Der große Nachbar Spanien war in der Vergangenheit nicht immer gut zu Portugal. Es gab mehrere Versuche von den Spaniern, Portugal einzunehmen. 60 Jahre lang hatten sie das auch geschafft (von 1580 bis 1640), da wurde Portugal zur spanischen Provinz degradiert. Während der Fremdherrschaft durch Spanien verlor Portugal die Oberhand über die Weltmeere und somit auch an politischem und wirtschaftlichem Einfluss. Und die Portugiesen sind diesbezüglich nun mal nachtragend. Es gibt eine Volksweisheit im Portugiesischen: „De Espanha, nem bons ventos, nem bons casamentos“ („Aus Spanien (kommen) weder gute Winde noch gute Hochzeiten.“), die noch heute sehr gebräuchlich ist. Diese bezieht sich zum einen auf die strategischen Hochzeiten der mittelalterlichen Dynastien (Heirat gegen Frieden). Diese wurden zwar ununterbrochen eingegangen, wirkten sich für Portugal jedoch meist negativ aus. Heutzutage hat der Spruch zumindest meteorologisch noch immer Bedeutung: Der Wind aus der Meerenge von Gibraltar ist gefährlich für die Fischer in Portugal, da sich durch ihn die Wellen gefährlich auftürmen können. Der heiße Südwind aus Spanien macht auch den Bauern im Alentejo zu  schaffen, denn er verbrennt die Ernte. Im Norden Portugals ist es der schneidende Nordostwind, der in den Gemüsegärten alles frieren lässt.